Apex Legends – Ein genauer Blick ins Spiel

Apex Legends – Ein genauer Blick ins Spiel

13. März 2019 0 Von Tobias Krimmel

Das Battle Royale Genre ist in den letzten Jahren gewachsen wie keine andere Spielart. Es gibt mittlerweile unzählige Mitstreiter im Kampf um die Spitzenposition, unter Anderem: Fortnite, Playerunknown’s Battlegrounds, Call Of Duty: Black Ops 4 – Blackout, Battlefield 5 Firestorm, The Culling, Minecraft Survival Games, die Liste geht unendlich weiter.

Vor Allem im letzten Jahr hat sich die massive Anhäufung der Titel bei den Konsumenten bemerkbar gemacht und hat viel negatives Feedback hervorgerufen.

„Wir wollen keine neuen Abklatsch-Battle Royale Games, wir wollen würdige Nachfolger von erfolgreichen Titeln wie Half-Life oder The Witcher. So viele Jahre ist der Fokus der Spielehersteller auf Multiplayer-Games und Mikrotransaktionen gezielt, was ist mit den Spielern, die einfach nur von der Arbeit nach Hause kommen, sich vor ihren PC setzen und in eine wunderschöne Spielwelt eintauchen möchten? Stundenlang eine spannende Handlung verfolgen und sich mit den Charakteren zu identifizieren. Keine 0815-Variante eines Spiels, das in dieser Form bereits 1000-Fach existiert.“ – Focuserino, Hobby-Gamer und Student der Medien-Informatik

Viele teilen diese Einstellung. Dennoch hält es anscheinend keinen Entwickler davon ab, sich doch noch einen Battle-Royale Shooter aus dem Ärmel zu schütteln.

Trotz ausgelutschtem Thema doch noch Innovation?

Hier kommt Apex Legends ins Spiel: Am 04. Februar 2019 hat der Entwickler Respawn Entertainment den Titel vollkommen ohne Ankündigung und ohne Teaser veröffentlicht. Herausgegeben wird das Spiel vom Industriegiganten Electronic Arts und ist dementsprechend auf deren Plattform „Origin“ zum Download verfügbar.

Auch wenn es kein offizielles Statement hierzu gibt, wird weitestgehend vermutet, dass eben diese Kritik an den vermehrten Releases im Bereich Battle Royale den Grund für Respawn Entertainment geliefert hat, das Spiel ohne jegliche Ankündigung zu veröffentlichen. Dadurch ist den Entwicklern negative Presse in Form von „Und schon wieder ein neuer BR-Titel…“ erspart geblieben. Die Meinung der Gamer konnte so nicht durch Newsposts oder Youtube-Kommentaren beeinflusst werden, sondern wurde lediglich durch das Spiel selbst geprägt.

Das grundlegende Prinzip ist in Apex nicht wirklich anders als in PUBG und co.: Man springt aus einem Flugzeug ab, sucht nach dem Landen in Häusern und Behältern nach Waffen, Munition und Equipment und versucht der letzte noch lebende Spieler in einer immer kleiner werdenden Zone zu sein.

Jeder einzelne dieser Grundaspekte ist allerdings von Respawn Entertainment so abgeändert worden, dass ein komplett neues Spielerlebnis entsteht. Ich möchte in diesem Test die einzelnen Unterschiede und Besonderheiten erklären und zeigen, was das Spiel so von der Masse abhebt.

Die Legenden in Apex Legends

In Fortnite, PUBG und ähnlichen Konkurrenten haben die Charaktere mit denen man spielt keine besonderen Fähigkeiten. Jeder Spieler hat somit dieselben Voraussetzungen zu Beginn des Spiels, lediglich das Aussehen des Charakters ist ohne Einfluss auf Eigenschaften wie Geschwindigkeit oder Stärke veränderbar.

Apex Legends hingegen setzt wie der Name auch bereits verrät auf das Prinzip von „Legenden“. Legenden sind Charaktere mit besonderen Fähigkeiten welche dem Battle Royale Titel einen Touch von RPG-Games einhauchen. Zum Release sind ganze 8 Helden verfügbar, hier eine kurze Auflistung der Charaktere inklusive ihrer Fähigkeiten:

Mirage

  • Passive Fähigkeit: Encore! – Lässt automatisch einen Lockvogel für 5 Sekunden fliegen, wenn ihr niedergeschlagen werdet.
  • Aktive Fertigkeit: Psyche Out – Sende einen holographischen Lockvogel aus, um den Feind zu verwirren.
  • Ultimate: Vanishing Act – Ein Team von Lockvögeln, um Feinde abzulenken.

Caustic

  • Passive Fertigkeit: Nox Vision – Gegner die durch euer Gas laufen bekommen Halluzinationen.
  • Aktive Fertigkeit: Nox-Gasfalle – Platziere bis zu 6 Kanister, die tödliches Nox freisetzen, wenn sie getroffen werden.
  • Ultimate: Nox Gas Grenade – Große Gasexplosion

Lifeline

  • Passive Fertigkeit: Combat Medic – Ihr heilt Teammitglieder schneller, während ihr von einem Schild geschützt werdet. Heilung wird 25% schneller verwendet.
  • Aktive Fertigkeit: DOC-Heilung-Drohne – Die Drohne (DOC) heilt im Umkreis der Zeit automatisch diejenigen, die sich in der Nähe befinden.
  • Ultimate: Care Package – Ausrüstungs-Drop

Bangalore

  • Passive Fertigkeit: Doubletime – Wenn ihr beim Sprinten Schaden nehmt, bewegt ihr euch schneller.
  • Aktive Fertigkeit: Smoke Launcher – Feuert einen Hochgeschwindigkeitsrauchkanister ab, der beim Aufprall eine Rauchwand verursacht.
  • Ultimate: Rolling Thunder – Artillerieschlag.

Wraith

  • Passive Fähigkeit: Stimmen aus dem Nichts – Ihr hört Stimmen, wenn sich Gefahr/Gegner nähert.
  • Aktive Fertigkeit: In die Leere – Kurze Teleportation.
  • Ultimate: Dimensional Rift – Verknüpft  2 Standorte 60 Sekunden lang mit einem Portal.

Gibraltar

  • Passive Fertigkeit: Geschützschild – Beim Anvisieren erhaltet ihr ein Schutzschild
  • Aktive Fertigkeit: Kuppel des Schutzes – Kuppelschild, der Angriffe 15 Sekunden – lang blockiert.
  • Ultimate: Defensive Bombardment – Mörserangriff

Pathfinder

  • Passive Fertigkeit: Insiderwissen – Übermittelt ein Vermessungssignal, um die nächste Position des Rings anzuzeigen.
  • Aktive Fertigkeit: Greifhaken
  • Ultimate: Zipline Gun – Erzeugt eine Zipline für dich und deine Teammitglieder.

Bloodhound

  • Passive Fertigkeit: Verfolger – Spurenlesen
  • Aktive Fertigkeit: Auge des Allvaters – Kurzes Radar, dass alle Feinde auf der Karte aufdeckt.
  • Ultimate: Beast of the Hunt – Schnellere Bewegung und verschärfte Sinne.

Bei der Betrachtung der verschiedenen Fähigkeiten wird einem klar, dass Apex Legends auf Diversität und Vielfalt zielt. Für jede Art von Spieler ist mindestens eine Legende dabei, die zum eigenen Spielstil passt. Keiner der einzelnen Charaktere hat eine Fähigkeit, die ihn deutlich stärker macht als die der anderen Charaktere. Einzelne Fertigkeiten sind selbstverständlich geeigneter für bestimmte Situationen, zum Beispiel kann der Charakter Lifeline einen Ausrüstungs Drop anfordern, der hochwertige defensive Items enthält. Ist die Lootausbeute in einem Match mal wirklich schlecht, kann dieser Drop den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Hier ist die Balance zwischen aktiven und passiven Fähigkeiten sehr gut gelungen.

Zur tiefergehenden Individualisierung gibt es, wie in so ziemlich jedem neumodischen Shooter, Skins für die Charaktere und Waffen. Diese sind von rein kosmetischer Natur und beeinflussen das Spielgeschehen in keinster Weise. So können sich Spieler mit größerem Geldbeutel schon mal keinen Vorteil verschaffen, dennoch sind den Designwünschen damit keine Grenzen gesetzt und es ist durchaus möglich, den Wunsch nach Aufmerksamkeit zum Ausdruck zu bringen. Die Skins und andere Anpassungsitems bekommt man durch das Öffnen von „Apex-Packs“. Diese lassen sich durch regelmäßiges Aufleveln im Spiel, so wie durch den Kauf mit Echtgeld erhalten.

RUNDENBEGINN

Sucht man sein erstes Online-Match in Apex Legends, wird man mit zwei weiteren Spielern zu einem 3-Mann Team zusammengewürfelt. Jede Runde besteht aus 20 3-Mann Teams, also maximal 60 Spielern. Bevor es in das tatsächliche Match geht, kommt die Legendenauswahl.

Die Auswahl der Legenden

Wie auf dem Bild zu sehen, suchen die Teammitglieder ihren Helden nacheinander aus. Hierbei ist es Zufall, wer als Erster an der Reihe ist und wer als Letzter. Möchte man eine Legende unbedingt spielen, ist aber als Dritter dran, hat man die Möglichkeit den anderen den Wunsch zu zeigen indem man mit der Maus auf die betroffenen Legende zeigt. Den Mitspielern wird dieser Wunsch in Form einer farbigen Umrandung und der entsprechenden Zahl 1/2/3 angezeigt. Das macht die Kommunikation mit zufälligen Teamkameraden einfacher und ermöglicht so ein möglichst frustfreies Erlebnis. Das Symbol neben dem Namen des dritten Teamkameraden im Legendenauswahl-Bildschirm steht für den sogenannten „Jumpmaster“. Jumpmaster wird immer automatisch der letzte Spieler, der einen Charakter auswählt, hierzu gleich mehr.

Nach der Legendenauswahl bekommt man einen kurzen Überblick über manuell ausgewählte Statistiken der Spielepartner bevor es in das Flugzeug zum Abspringen geht.

Statistik-Übersicht des eigenen Teams

Innerhalb des Flugzeuges erwarten einen direkt zwei der revolutionärsten Aspekte von Apex Legends: Das Pingen und der Jumpmaster.

PINGEN

Das Pingen von Items für Teamkameraden

In Apex Legends ist es jedem Spieler möglich, Alles und Jeden anzupingen. Das Spiel ist so programmiert, zu erkennen was genau da angepingt wird. Markiert man einen gegnerischen Spieler, so wird automatisch den Teammitgliedern mitgeteilt wo derjenige sich im Moment des Markierens befunden hat. Schaut man ein Item an und markiert es, so wird den Teammitgliedern genau angezeigt welches Item es ist und wo es liegt.

Erleichtertes Looten durch Pingen von Items

Es ist quasi gar keine sprachliche Kommunikation mehr nötig und ermöglicht erneut ein frustrations-freies Spielen mit zufälligen Teammitgliedern.

DER JUMPMASTER

Hier ist der Spieler “RAAAAM1N” Jumpmaster und hat Kontrolle über den Absprung des Teams

In bisherigen Battle-Royale Titel konnte jeder Spieler für sich entscheiden, wann und wohin er abspringt. In Apex Legends allerdings gibt es den Jumpmaster. Der Spieler mit dieser Eigenschaft, entscheidet primär wohin das Team fliegt. Drückt der Jumpmaster die „Abspringen“-Taste, so springen automatisch alle drei gleichzeitig ab. Trotzdem hat jeder Spieler die Möglichkeit, sich von den anderen zu jedem Zeitpunkt (Auch vor dem Absprung) zu trennen. Dennoch macht es auch hier Teamwork einfacher und erlaubt kontrollierte Zusammenarbeit.

LOOTING

Das Inventar in Apex Legends

Das Looting-System ist im ersten Moment erschlagend. Man wird nicht wirklich an die diversen Items herangeführt und es gibt keine Demonstration zum Thema „Was muss ich looten, was brauche ich, was brauche ich nicht?“.

Generell wird das Loot in folgende Kategorien eingeteilt:

Klingt erstmal nicht so problematisch. Problem hierbei ist eher die Vielfalt innerhalb der verschiedenen Kategorien.

Waffen

Es gibt insgesamt 19 Waffen, unterteilt in die 5 Kategorien Scharfschützengewehre, Sturmgewehre, Maschinenpistolen, Schrotflinten und Pistolen. Die einzelnen Waffen haben unterschiedliche Eigenschaften wie beispielsweise verschiedene Feuermodi, andere Munitionsarten, andere Magazinkapazitäten, andere Schadensfaktoren et cetera. Hier ist es anfangs schwer einen Unterschied auszumachen und in der Hitze des Gefechts entscheiden zu können, welche Waffe nun die richtige Wahl ist.

Munition

Zusätzlich zu den diversen Waffentypen, gibt es 5 verschiedene Munitionsarten (Leicht, Schwer, Schrotflinte, Energie und Spezialmunition), die man leider nicht einfach den 5 verschiedenen Waffenarten zuweisen kann. Als Beispiel: Unter den 4 Scharfschützengewehren verwendet keines dieselbe Munition wie ein anderes Scharfschützengewehr. Das bedeutet zwangsweise, während man lootet muss einem zu 100% bewusst sein welche Waffen man mit sich trägt und welche Art von Munition sie brauchen, die Waffenart selbst reicht hier nicht.

Granaten

Es gibt drei verschiedene Arten von Granaten: die klassische Explosivgranate, eine Thermitgranate und einen geladenen Wurfstern. Es brauch nicht viel Wissen um zu entscheiden, für welche Granaten man sich entscheidet sollte man ihnen beim Looten begegnen. Möchte man möglichst viel Schaden anrichten: Explosivgranate. Möchte man dem Gegner ein wenig Schaden zufügen und gleichzeitig Kontrolle über eine enge Stelle oder einen Hauseingang erhalten, sollte die Thermitgranate mit ihrer sich in einer Linie ausbreitendem Feuer wählen. Um Gegner schnell zu überrumpeln eignet sich der Wurfstern mit seiner Fähigkeit, Gegner zu desorientieren und kampfunfähig zu machen hervorragend.

Zusatzitems

Wie durch PUBG bereits bekannt geworden, gilt auch hier das Prinzip der drei Zusatzitems: Rucksack, Helm und Rüstung. Diese erscheinen jeweils in den Varianten „Gewöhnlich“, „Selten“, „Episch“ und „Legendär“. Hier eine Auflistung anhand des Beispiels Rüstung:

Gewöhnlich: Absorbiert 50 Schaden

Selten: Absorbiert 75 Schaden

Episch: Absorbiert 100 Schaden

Legendär: Absorbiert 100 Schaden + Das Ausführen des Finisher-Moves repariert den eigenen Schild vollständig

Anders als in PUBG und co. gibt es in Apex Legends noch ein weiteres Zusatzitem: Den Knockdown-Schild. Dieses Item gibt einem die Möglichkeit, nach dem Tod einen Schild zu aktivieren, der einen aus der Richtung in die man blickt vor Kugeln schützt. Der Stufe des Schildes entsprechend (Selbes Prinzip á la gewöhnlich, selten, episch etc.) wird mehr oder weniger Schaden ausgehalten. Der legendäre Knockdown-Schild erlaubt es einem sogar einmalig, einen relativ lange dauernden Selbstwiederbelebungs-Prozess auszuführen.

Das Prinzip läuft bei sämtlichen Items und Aufsätzen ähnlich weiter. Alles gibt es in den verschiedenen Seltenheits-Varianten mit unterschiedlichen Fähigkeiten und einer legendären Ausführung mit besonderem Spezialeffekt.

Gesundheit

Um die Körpergesundheit und die Gesundheit der Rüstung zu reparieren, gibt es folgende Items:

Spritze: Heilt 25 Lebenspunkte

Sanitätskasten: Heilt 100 Lebenspunkte

Schildzelle: Heilt 25 Schildpunkte

Schildbatterie: Heilt 100 Schildpunkte

Phönix-Kit: Heilt 100 Lebenspunkte + 100 Schildpunkte

Nachdem man sich einmal daran gewöhnt hat wie die diversen Items aussehen, ist auch hier das Looten kein Problem mehr. Man sollte versuchen einen ausgeglichenen Vorrat zu haben um jede Art von Schaden reparieren zu können.

Waffenaufsätze

Die vermutlich undurchsichtigste Kategorie. Hier ist die Vielfalt der Items ziemlich hoch und durch besondere Aufsätze zusätzlich erschwert. Jede Waffe hat eine andere Art von kompatiblen Aufsätzen und die meisten Waffen haben zusätzlich noch einen Ausrüstungsslot für „besondere Aufsätze“ die mindestens der Seltenheit „Episch“ angehören und dementsprechend selten zu finden sind.

Besondere Aufsätze sind zum Beispiel: Der Schädelspalter-Drall, welcher bei kompatiblen Waffen den zufügenden Höchstschaden bei einem Kopftreffer erhöht, oder den Feuermodus-Receiver, der bei Waffen, die lediglich über einen 3-Schuss-Feuermodus verfügen, diesen zu Dauerfeuer umändern können.

Zusätzlich gibt es diverse Arten von Magazinen, Scopes, Gewehrläufen und Gewehrschäften. Ein hier sehr nützliches Feature soll das Looten für den Beginner erleichtern: Die Kompatibilitätsanzeige.

Ein kleines Logo der kompatiblen Waffe im Item-Informationsfeld zeigt an, dass der Aufsatz verwendet werden kann

Hat man Verwendung für das angeschaute Item, so wird die Waffen aus dem eigenen Inventar, mit der der Gegenstand kompatibel ist, als kleines Logo unterhalb der Item Beschreibung angezeigt. Es kostet zwar ein wenig Zeit danach zu schauen, erspart aber den zusätzlichen Blick ins Inventar. Mit der zeit relativiert sich dieser Zeitfaktor allerdings, da der Überblick über die eigenen Aufsätze mit Erfahrung immer klarer wird.

Fertigkeiten

Die einzigartigen Legendenfertigkeiten sind nicht unbegrenzt einsetzbar. Vor allem die Ultimativ-Fertigkeit unterliegt einer 2-3 Minuten Abkühlzeit. Hier kommt der sogenannte Ultimativ-Beschleuniger ins Spiel. Dieses Item beschleunigt die noch verbleibende Abkühlzeit um 20% und macht so einen früheren Einsatz der Fertigkeit möglich. Auch das kann die Siegeschance deutlich erhöhen, da eine einzige ultimative Fertigkeit das Ergebnis eines Kampfes verändern kann.

Der Rest des Spiels läuft nach bekanntem Schema ab. Es gibt die bekannte, immer kleiner werdende Zone in der die Spieler sich aufhalten müssen. Durch die Größe der Map und der Anzahl der Spieler trifft man sehr schnell auf andere Gegner.  Das kann vorteilhaft sein, wenn man sich dazu in der Lage fühlt aus Kämpfen als Sieger herauszugehen und auf schnelle und viel Action steht. Für Beginner, die sich erstmal in aller Ruhe mit den Items und den Mechaniken des Spiels auseinander setzen wollen, kann das Spiel auch schnell frustrierend werden. Oftmals merkt man gar nicht wie nah sich Gegner an einem befinden und man wird schnell von erfahreneren Spielern überrumpelt. Doch wie sagt man so schön: „learning by doing“. Desto mehr Begegnungen mit anderen Spielern passieren, desto schneller findet man den für sich besten Weg zu kämpfen.

Gegen Ende des Spiels fällt einem auf, dass sobald nur noch 3 Squads übrig sind die noch verbleibende Anzahl der Spieler als „?“ angezeigt wird. Das lässt auch die letzten Kämpfe noch spannend werden und verhindert, dass ein komplettes 3er Team sich wie wild auf den letzten verbleibenden Spieler stürzt und die Spieler ihr Vorgehen lieber zweimal überlegen.

FAZIT

Hat man die Vielfalt der Items und Aufsätzen einmal überwunden und gewöhnt sich an die Geschwindigkeit der Kämpfe, bietet das Spiel eine komplett neue Erfahrung mit dem Battle Royale Genre. Duelle bestehen nicht länger aus simplen Feuergefechten sondern werden durch die Fertigkeiten der Helden und die schnelle Bewegungsgeschwindigkeit der Charaktere zu blitzschnellen, aber auch sehr taktischen Kämpfen. Vor allem Spieler die ihren Charakter in- und auswendig kennen und seine Fertigkeiten einzusetzen wissen, haben ganz neue Möglichkeiten ihre eigenen Fähigkeiten als Gamer auszubauen. Ich würde sogar so weit gehen, und den Erfolg mit dem Hit Fortnite vergleichen. In Fortnite gab es auch diesen „Zusatzfaktor“ in Form von Bauen von Hindernissen, der eine weitere Dimension zum einfachen Spieler versus Spieler – Format hinzugefügt hat und somit den Weg für eine ganz andere Art von Gefechten geebnet hat.

Für die Zukunft hat Apex Legends noch einiges vor. Neben weiteren Maps sollen 9 weitere Charaktere zum Spiel hinzugefügt werden. Da bleibt nur abzuwarten, ob der neue Konkurrent im Kampf um die Battle Royale Pole-Position die Nase vorne halten kann.

Quelle der Statistiken: Gamewith.net